Ulrich Witzmann

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Kunst
am Bau

Marktplatzbrunnen Nierstein

Marktplatzbrunnen Nierstein a. Rhein

Der begehbare Brunnen

Einweihung des Brunnens 2003

Kinder freuen sich über den Brunnen

Modell des Marktplatzbrunnens von Nierstein

Ausformen der Säulenringe

Abdrehen der Rillen

Langsames Trocknen der Säulenringe

Brennen der Säulenringe im Gasofen bei 1260° C reduzierend

Steinmetzarbeiten der Firma Bert Weisenborn

Aufbau des Marktplatzbrunnens

30 Säulenringe ergeben eine Höhe von 3m

„Dort wo Wasser fließt, fließt auch das Leben und die Kommunikation, denn es ist der Ort, wo man sich trifft.“
„Nierstein hat eine lange Geschichte mit Höhen und Tiefen, die bis in die Römerzeit zurück reicht. Einige Höhepunkte sind auf Tafeln oder Denkmälern mit Anlass und Datum festgehalten, wie z.B. der Votivstein. Viele Ereignisse leben nur in den Chroniken oder im Gedächtnis der Bürger weiter. Für diese Begebenheiten stehen die einzelnen Buntsandsteinblöcke, die sich als eine Kette mit den Keramikbindegliedern, langsam spiralförmig erhebt, so wie die Geschichte und das Leben selbst. Alles ist miteinander verbunden und bildet ein Ganzes.“

Angelegt ist mein Brunnen in der Form einer sich öffnenden Spirale mit (Ø ca. 3,5m) terrassenartig ansteigenden Buntsandsteinblöcken, die sich wie eine Kette gliedern und mit Keramiksäulen verbunden sind.

Den Mittelpunkt bildet eine 3 Meter hohe Säule aus 30 gerillten Keramikringen. Das Wasser fließt wellenartig die Säule herunter und verbindet sich mit dem sprudelnden, spiralförmigen Flusslauf und endet in einem Bodeneinlauf.

Optisch wird der Brunnen an die Oberflächenwasserrinne integriert und die gestreuten Keramiksteine in der Basaltpflasterung (Bündig , nicht aufgesetzt wie im Model) führen zum Brunnen hin und hinein.

„Das Rheingold“, was in kleinen Mengen bei Nierstein gefunden wird, soll durch einige gelbe, keramische Pflastersteine angedeutet werden. Der Brunnen lädt von seiner Optik und Akustik nicht nur zum Entspannen ein, sondern man kann ihn auch erleben, in dem man den spiralförmigen Flusslauf bis zur Säule hinaufläuft, oder die Stufen der Sandsteinblöcke hinaufgeht. Kinder können dort im Sommer spielen und z.B. Schiffchen schwimmen lassen. Die Steinblöcke bieten sich auch als Sitzfläche an.

Es ist ein Brunnen zum Erleben und Entspannen.

Nierstein hat eine lange Geschichte mit Höhen und Tiefen, die bis in die Römerzeit zurück reicht. Einige Höhepunkte sind auf Tafeln oder Denkmälern mit Anlass und Datum festgehalten, wie z.B. der Votivstein.

Viele Ereignisse leben nur in den Chroniken oder im Gedächtnis der Bürger weiter. Für diese Begebenheiten stehen die einzelnen Buntsandsteinblöcke, die sich als eine Kette mit den Keramikbindegliedern, langsam spiralförmig erhebt, so wie die Geschichte und das Leben selbst. Alles ist miteinander verbunden und bildet ein Ganzes.

Die Säule erinnert an die Römerzeit und ist mit ein Grundstein von Nierstein. Der gewundene Fluss erinnert an den Rhein in seinem alten Flussbett. Das Rot im Sandstein ist ein Symbol für den Roten Hang und den Weinbau.

Die Sprudeldüse an der großen Säule im Brunnen steht für die Heilquelle des Sironabades. Um andere Symbole ihren eigenen Platz zu geben, habe ich zum Brunnen eine dreieckige Stehle aus dem selben Buntsandstein entworfen.

Über zwei Seiten erstreckt sich das moderne Logo der Winzer vom Roten Hang. Die Kontur wird als Kerbe, und der Kirchturm als zweiseitig sichtbares Flachrelief gearbeitet. Hervorgehoben werden die Kerben durch eine rotbraune Einfärbung.

Auf der dritten Seite befindet sich das Wappen von Nierstein, welches Flachrelief aufgebracht wird.

Den Sockel bilden blaue Keramikkacheln, die den Rhein symbolisieren. Die dreieckigen Sitzsteine um die Stehle stellen die Schiffsrümpfe der Rheinschiffer dar, mit schrägverlaufenden blauen Keramikfliesen, die die Bugwelle andeuten.

Zur Erklärung und Ausdruckskraft der Symbole des Brunnens ist für den Betrachter eine beschriftete Metallplatte in einem der Steine eingelassen.

Zur Ausführung habe ich ganz bewusst einen Buntsandstein gewählt, weil es ein traditionelles Material ist, welches man in den Fachwerkhäusern in Form von Fensterrahmen und Treppen wiederfindet. Seine Maserung gibt dem Brunnen seine Lebendigkeit und unterscheidet ihn von roten Betonsteinen.

Die Säule besteht aus einem Betonkern und 30 fugenfrei, aufeinandergesetzten gerillten Keramikringen.

„Die Kettenglieder“ zwischen den Buntsandsteinblöcken sind glasierte sehr dickwandige Steinzeugzylinder Glasierte Pflastersteine sollen schon gestreut in kleiner Anzahl in der Oberflächenwasserrinne bündig mit eingepflastert werden und so optisch zum Brunnen hinführen und auch ein gestaltendes Element für den Marktplatz darstellen.

Die Keramikteile sind dichtgebranntes Steinzeug (1260°C), frost- und witterungsbeständig und leicht zu reinigen.

Säule besteht aus Betonkern, in dem das Steigrohr verläuft. Am Fuße der Säule befindet sich ein zweiter Wasseraustritt mit einer Sprudeldüse um den Flusslauf das nötige Wasser und eine dezente Akustik zu geben. Das Wasser wird am unteren Ende der Spirale in einem Bodeneinlauf aufgefangen und wieder zur Pumpe geleitet.

Die Ausleuchtung der Säule wird mit drei Unterwasserscheinwerfer an der Sprudeldüse und im Flusslauf erreicht und verleiht dem Brunnen bei Nacht eine schöne Optik.

Säule
Grundstein aus Römerzeit
Sprudeldüse
Heilquelle - Sironabad
Wasserlauf
Rhein im alten Flussbett
gelbe Steine
Rheingold
dreieckige Sitzsteine
Rheinschiffer
Spirale aus Buntsandsteinblöcken
Roter Hang und Weinbau

Namenlose, verkettete Ereignissteine Niersteiner Geschichte

Suchen Sie sich Ihren Stein aus und erzählen Sie Ihre ganz persönliche Geschichte.

Ulrich Witzmann, 2003