Ulrich Witzmann

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Gedenk
stätten

Wider das Vergessen

Opfer des Terrors - hier zu Basaltsäulen erstarrt

Es gibt kein Zurück, nur noch ein ungewisses Ende.

Aufgereiht zum Abtransport in den Tod

1550 farbigen Keramiksteine stehen....

....symbolisch für jedes einzelnen Opfer

Rathaus von Schwetzingen

Installation im Gedenken an die Opfer des
Nationalsozialismus in Schwetzingen

Wie zum Appell, zum Arbeitseinsatz und zum Abtransport in den Tod aufgereiht stehen die Opfer des Terrors des Nationalsozialismus - hier zu Basaltsäulen erstarrt - mahnend zwischen den Eisenbahnschienen. Zerstört ist für sie die Lebensschiene, es gibt kein Zurück, nur noch ein ungewisses Ende.

Juden, politische Gegner des Nazi Regimes, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie Kriegsgefangene wurden auch in Schwetzingen verfolgt, enteignet, gedemütigt, als Zwangsarbeiter versklavt und vielfach in den systematischen Tod getrieben. Für sie stehen die 1550 farbigen, kunsthandwerklich als Einzelstücken hergestellten Pflastersteine aus Keramik und geben nun symbolisch jedem einzelnen Opfer einen würdevollen Platz Mitten in Schwetzingen, zum Gedenken und zur Mahnung. Mit jedem neuen Namenseintrag im Gedenkbuch der Stadt reiht sich ein neuer farbiger Stein in die Gedenkstätte ein.

2012